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BIO

Künstlerin und Kuratorin Jonny Star (geb. 1964 in Düsseldorf) lebt und arbeitet in Berlin und New York. Star verbindet in ihren Arbeiten verschiedene Materialien und Medien wie Bronze, Fotografie, Stoff und installative Elemente. In ihren Werkgruppen thematisiert sie biografische Erfahrungen, Sexualität, Geschlechterrollen und Identität sowie deren gesellschaftliche Rezeption. Star initiierte in Berlin Kunstprojekte wie SchauRaum Berlin (1996-1998), JONNY´S (2007-2009), SWEET HOME (2011 - 2012) und aktuell das Kunstprojekt SUPERUSCHI. Stars Arbeiten werden seit 1996 international gezeigt.

 

STATEMENT

„Aktuell gehe ich der Frage nach, wofür der einzelne Mensch und eine Gesellschaft Kunst braucht. Ich frage nach Sinn und Zweck meiner Existenz als Künstlerin und untersuche meine Arbeits- und Lebenswirklichkeit als Frau in einer patriarchalen Gesellschaft. So beschäftige ich mich mit Geschlechterrollen und bestehenden Festschreibungen und humorvollen und effektiven Strategien zur Überwindung derselben. Mit kleinen ungewohnten Interventionen rufe ich Irritationen hervor, die Erwartungen bezüglich des Urhebers eines Kunstwerks, sowie Kategorisierungen der Kunstwerke nach vermeintlichen Adressaten, aufdecken. Kunst besitzt eine starke transformatorische Kraft, die für notwendige gesellschaftliche Veränderungen genutzt werden kann. In allen früheren Kulturen wurde mit bildnerischem Ausdruck versucht, die Welt zu verstehen und auszudrücken, was nicht sagbar und erklärbar ist, auch sich zu orientieren und das Überleben einer Gemeinschaft zu gestalten. Für meine Untersuchungen gehe ich in die persönliche Zelle der häuslichen Privatheit und ihren Alltäglichkeiten. Als Ausgangspunkt für meine Arbeiten dienen mir biographische Erfahrungen und Alltagsbeobachtungen. In meinen raumbezogenen Installationen verbinden sich assoziative Plastiken aus Bronze, Stoffobjekte, Collagen und Fotografien zu räumlichen Allegorien, die eine private Mythologie erfahrbar machen. Inszenierte Situationen und Überhöhungen, spielerisch, humorvoll und ironisch, auf der einen Seite und mystischmythologische Chimären und vegetabile Formen auf der anderen Seite, liefern die Motive für meine symbolischen und oft skurrilen Bildwelten. Meine Arbeiten bewegen sich im Spannungsfeld von Abstraktion und Gegenständlichkeit. Trotz ihrer physischen Präsenz geht es mir um das Dahinterliegende, darum, das Unsichtbare nicht sichtbar aber spürbar zu machen. Symbolisches und Funktionales, Doppeldeutiges, Ernst und Spiel, Gefundenes und Hergestelltes sind miteinander in einer Bricolage kombiniert, die ich als handwerkliche und inhaltliche Methode verwende.“